Seit dem Mittelalter bestehende Strukturen prägten bis ins 20. Jahrhundert Leben und Arbeit von
Bäuerinnen und Bauern. Die rasanten Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg ließen die alte
bäuerliche Kultur allerdings weitgehend verschwinden. Mit diesem Buch setzt ihr Roland Girtler
ein Denkmal. Mit Aschenlauge - einem Gemisch aus Asche und Wasser - wuschen Bäuerinnen bis
in die Mitte des 20. Jahrhunderts ihre Wäsche. Sie stellten dieses Waschmittel selbst her und
mussten keine Seife kaufen. Aschenlauge steht als Symbol für eine Zeit in der Bauern
selbstständig waren und die meisten Dinge des Lebens selbst herstellten. Roland Girtler lässt
diese Zeit wieder lebendig werden. In seinem Buch kommen Mägde Knechte Bauern und Handwerker
zu Wort die die alte bäuerliche Kultur bis zu ihrem tiefgreifenden kulturellen und
technologischen Wandel ab den 1950er-Jahren noch erlebt haben. Sie erzählen von Armut und
harter Arbeit von Zusammenhalt und Zufriedenheit. Sie erinnern sich an ihre Freizeitgestaltung
und Feste die soziale Stellung der Frau die Bedeutung der Wilderer die oft schlechte
Behandlung von Mägden und Knechten die medizinische Versorgung den Umgang mit dem Tod und
vieles mehr. Ihre Erinnerungen zeichnen ein anschauliches Bild vom bäuerlichen Leben wie es
früher einmal war.