'Alles muss man selber machen' ist ein Buch über Menschen die sagen: So kann es nicht
weitergehen - wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Ob in den Straßen von Paris 1871
den Fabriken Petrograds 1917 den Städten und Dörfern Nordsyriens oder im Urwald von Chiapas -
überall entstanden im Zuge von sozialen Konflikten und Aufständen Räte: Selbstorganisierte
Zusammenschlüsse in allen gesellschaftlichen Bereichen die nicht nur protestieren sondern
beginnen das gesamte Leben neu zu gestalten. Christopher Wimmer erzählt in lebendigen Szenen
wie solche Bewegungen entstehen wie sie funktionieren - und woran sie oft auch scheitern. Er
zeigt an unterschiedlichen historischen Beispielen wie Menschen Schulen und Krankenhäuser
selbst verwalten wie sie Entscheidungen im Kollektiv treffen Güter verteilen Streit
schlichten sich verteidigen - ohne zentrale Regierung oder Staat. Dieses Buch bringt
Geschichte zum Sprechen: mit Geschichten von Mut Hoffnung aber auch Niederlagen. Es fragt
was wir von den Rätebewegungen vergangener und heutiger Tage lernen können - für eine
selbstverwaltete und demokratische Gesellschaft die nicht nur auf dem Papier steht sondern im
Alltag gelebt wird.