durch explizite Hassrede ebenso wie durch harmlos anmutende Muster der Alltagssprache.
Judenfeindschaft und Sprache stehen seit zweitausend Jahren in einer untrennbaren Symbiose. Das
Gift judenfeindlichen Denkens und Fühlens ist Teil unserer Kultur und antisemitische
Sprachgebrauchsmuster sind tief in unser kommunikatives Gedächtnis eingeschrieben. Auf diese
Weise sorgen sprachliche Antisemitismen dafür dass judenfeindliche Stereotype von Generation
zu Generation weitergegeben werden. Der Band macht diesen Zusammenhang anhand authentischer
Beispiele anschaulich und verständlich. Er deckt die toxischen Sprachstrukturen mit ihrer
Wirkung auf das kollektive Bewusstsein auf und weist auf die dringende Notwendigkeit eines
sensiblen und geschichtsbewussten Sprachgebrauchs hin. Stimmen zum Buch: "Nicht nur den
Redenschreiberinnen in den Ministerien sei dieses Buch ganz dringend empfohlen. Auch den
Bürgermeisterinnen Professoren Pfarrern und allen die öffentlich mit Sprache umgehen. Monika
Schwarz-Friesel durchleuchtet das Thema Antisemitismus in einzigartiger historischer und
sprach-analytischer Tiefe." - DLF Andruck: Das Magazin für politische Literatur 17.10.22
"Das Spannende an Schwarz-Friesels Unternehmen: Sie denkt die Befunde der historischen und
sozialwissenschaftlichen Antisemitismusforschung mit Erkenntnissen der Neuro- und
Kognitionswissenschaften zusammen." - Der Tagesspiegel 20.9.2022 "Klar werden sollte dieses:
Das Buch muss von all denjenigen gelesen werden die schreibende oder sprechende
Multiplikatoren sind: Journalist:innen Lehrer:innen Dozent:innen." - Heidrun Kämper Aptum 20
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