Erscheint im Juni 2025 Die von Joseph Hermes und Georg Windhaus verfasste bzw.
zu-sammengestellte Pfarrchronik der Kirchengemeinde St. Georg in Vechta dokumentiert eine
besondere NS-Geschichte einer katholischen Kleinstadt. In Vechta wurden u.a. nicht allein
Prozessionen sondern auch die Beerdigung des in erster Instanz zu hohen Geld- und
Gefängnisstrafen verurteilten Dominikanerpaters Titus Horten im Januar 1936 sowie die
Beisetzung der in Vechta allgemein sehr geschätzten Jüdin Hanne Bloch im Dezember 1936 als
Demonstrationen gegen die nationalsozialistische Kirchen- und Rassenpolitik genutzt. Auch
weigerte sich in der sog. Reichskristallnacht der zuständige SA-Führer Dr. Heinrich Timphus
die Vechtaer Synagoge zu zerstören und der NS-Bürgermeister Georg Quathamer blieb am Kriegsende
in der Stadt und verhinderte durch Verhandlungen mit den englischen Militärbehörden die
Zerstörung Vechtas