"Ein Roman der kaum aktueller sein könnte." Ronald Düker Die ZEIT Der Wolf ist zurück in
der Lüneburger Heide. Und während Jannes ? wie schon sein Vater und sein Großvater ? täglich
seine Schafe über die Heideflächen treibt kochen die Emotionen im Dorf hoch. Kann Heimatschutz
Gewalt rechtfertigen? Wo es vordergründig um Wolfspolitik geht stößt er bald auf Hass
völkische Ideologie ? und auf ein tiefes Schweigen. 'Von Norden rollt ein Donner' ist eine
Spurensuche in der westdeutschen Provinz die Geschichte eines brüchigen 'urdeutschen' Idylls.
Täglich treiben der 19-jährige Jannes und seine Familie die Schafe über die Flächen der
Lüneburger Heide. Doch es herrscht eine gärende Unruhe in der Gegend ? der Wolf ist zurück. Es
mehren sich Schafsrisse und mit ihnen Konflikte im Dorf die schnell politisch werden. Während
völkische Siedler versuchen das Thema für ihre Zwecke in Beschlag zu nehmen die Situation
sich zuspitzt und in Selbstjustiz der Bevölkerung zu eskalieren droht flüchtet sich Jannes zu
seinen Schafen in die Heide. Doch dort wird durch eine gespenstische Begegnung plötzlich die
düstere Ortsgeschichte aufgefächert die ihren langen Schatten in die Gegenwart wirft. Markus
Thielemann schreibt mit seinem Anti-Heimatroman das Psychogramm einer Sehnsuchtslandschaft und
zeigt auf ebenso subtile wie fesselnde Weise wie sich ein Idyll in sein Gegenteil verkehren
kann.