Wie widersteht man einer Diktatur? Volker Ullrichs Biographie des großen Widerstandskämpfers
Helmuth James von Moltke Demokratien sind fragil. Freiheiten die fest errungen scheinen
können verspielt werden. Wenige historische Ereignisse verdeutlichen dies so eindringlich wie
das Scheitern der Weimarer Republik. Volker Ullrich erzählt eines der größten Dramen der
Weltgeschichte ? anschaulich spannend und nahe an den handelnden Personen. Chancen blieben
ungenutzt Alternativen wurden verspielt. Nichts war zwangsläufig oder unvermeidbar. Die
Schicksalsstunden einer Demokratie es gab sie von den Anfängen in der Revolution von 1918 bis
zu den verhängnisvollen Tagen im Januar 1933. Es kommt auf die konkreten Handlungen einzelner
Personen an ? damals wie heute. Eine Lektüre die beklemmende Parallelen zur Gegenwart zeigt.
Die Geburt der Weimarer Republik stand unter einem denkbar ungünstigen Stern. Das deutsche
Kaiserreich hatte den Weltkrieg krachend verloren. Der Versailler Vertrag legte dem besiegten
Land harte Bedingungen auf. Eine nicht abreißende Kette von Krisen ? unterbrochen nur durch
eine Phase scheinbarer Stabilisierung Mitte der 20er Jahre ? erschütterte die Republik. Doch
trotz aller Belastungen ? das Experiment der ersten deutschen Demokratie war nicht von allem
Anfang an auf ein ruhmloses Ende angelegt. In seinem packenden Buch zeigt der renommierte
Historiker und Publizist Volker Ullrich dass es immer wieder Gelegenheiten gab die Weichen
anders zu stellen von der Gründungsphase der Republik bis zum Januar 1933. So ist Ullrichs
Buch auch eine eindringliche Mahnung: Wir haben es in der Hand ob die Demokratie siegt oder
scheitert.