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Zum Werk Mit der Judikative der rechtsprechenden Gewalt kommen viele Bürger nur sporadisch in
Berührung: In der Schule im Zusammenhang mit der Gewaltenteilungslehre von Montesquieu zu
einem späteren Zeitpunkt in den Medien insbesondere wenn es um Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts geht. Nur Wenige geraten einmal direkt mit einem Gericht in Berührung
und wenn dies dann doch geschieht häufig unterstützt durch einen Rechtsanwalt sodass der
Kontakt mit den Organen der Rechtspflege selbst in diesen Fällen häufig nur mittelbar
geschieht. So bleibt "die Justiz" für viele Bürger ein abstrakter Begriff dem je nach
individueller Erfahrung Gefühle des Respekts oder der Ablehnung entgegenschlagen. Das Recht
wird als etwas Statisches betrachtet das vom Richter nicht individuell ausgelegt sondern ganz
einfach angewandt wird. Dass die gesamte Gerichtsbarkeit Ausdruck der Rechtsstaatlichkeit der
Bundesrepublik Deutschland und Ausdruck einer jahrhundertealten Dogmatik ist zeigt sich aber
vor allem bei näherer Beschäftigung mit der Organisation der Justiz ihrer Gliederung in
Gerichtszweige Instanzen und Gerichte. Wie ein Gericht funktioniert und wie Richter und
Staatsanwälte arbeiten versteht nur wer die Verfahrensweisen des Gerichts selbst sowie im
Prozess mit den Streitbeteiligten den Parteien und Anwälten in den Grundlagen durchschaut. Was
aber versteht man unter richterlichem Ermessen? Wie wird man Richterin oder Richter und in
welchem Maße müssen diese unabhängig sein? Wie verwalten und organisieren sich Gerichte? Wie
läuft eine mündliche Verhandlung ab und auf welcher Grundlage treffen Richterinnen und Richter
ihre Entscheidung? Auf Basis welcher Parameter finden Beförderungen statt? Entscheiden Gerichte
tatsächlich so langsam wie ihnen in den Medien oft vorgeworfen wird? Auf genau diese Fragen
die häufig weder Schule noch Universität in ausreichender Tiefe und Klarheit beantworten geht
dieses Buch ein. Dabei geht es auch um ganz grundlegende Themen wie die Rechtswege den
Instanzenzug oder die Prozessbeteiligten. Dem Autor geht es dabei weniger um eine abstrakte
Darstellung sondern er kombiniert seine eigenen Erfahrungen als Richter mit Tatsachen und
Fakten über die Justiz in Deutschland. Dabei zielt er nicht allein auf eine Vorstellung der
Arbeits- und Funktionsbedingungen der Gerichte und der Richterschaft wie sie sich aus Recht und
Gesetz ergeben sondern möchte insbesondere sichtbar machen wie diese heute tatsächlich
funktionieren. Abgerundet wird das Werk mit Lösungsansätzen für Gefährdungen denen die Justiz
aktuell ausgesetzt ist. Vorteile auf einen Blick einer der prominentesten Verwaltungsrichter
in Deutschland eine prägnante Darstellung und Analyse der Justiz in all in ihren Facetten
Antworten auf die Frage wieso eine unabhängige und leistungsfähige Justiz für einen
demokratischen Rechtsstaat unabdingbar ist Zielgruppe Für Juristinnen und Juristen
Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftlern Soziologinnen und Soziologen und alle
an gesellschaftspolitischen Fragen Interessierten.
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