Politik und Weltpolitik Das Buch zeichnet die bewegte Historie des 1951 gegründeten im Jahr
2005 in Bundespolizei umbenannten Bundesgrenzschutzes detailliert nach. Der Verfasser nimmt
dabei stets das übergeordnete politische Geschehen mit in den Blick. Somit ergibt sich ein
höchst aufschlussreiches Bild (deutsch-)deutscher und europäischer Geschichte von der
Nachkriegs- und Besatzungszeit über die deutsche Teilung und den Kalten Krieg bis zur
Wiedervereinigung sowie der europäischen Integration. Umfassender Ansatz Die Arbeit
beleuchtet ein breites Spektrum an Themen: Sie deckt die 'Geburtsfehler' des BGS auf etwa die
Trennung von geschlossenen Verbänden und Einzeldienst. Sie stellt die personelle und materielle
Ausstattung des BGS der Bundespolizei dar widmet sich zentralen Einsätzen (z.B. GSG 9) und
geht sich haltenden Stereotypen wie dem vom Paramilitarismus des BGS auf den Grund. Die
Bundesländer und der BGS Nicht zuletzt beleuchtet der Autor den Bund-Länder-Antagonismus
kritisch wodurch sich die geschilderte Geschichte des Bundesgrenzschutzes bzw. der
Bundespolizei auch als Geschichte der Machtverteilung und der Machtbalance im bundesdeutschen
Föderalismus erweist. Chronik für Wissenschaft und Praxis Der BGS stand lange im Schatten
des wissenschaftlichen Interesses und wurde von der Geschichtswissenschaft vernachlässigt.
Hinzu kommt dass der Kreis der eigentlichen Zeitzeugen immer kleiner wird und damit die Gefahr
steigt dass die Vergangenheit des BGS immer mehr zum Gegenstand einer in jeder Hinsicht
unseriösen Legendenbildung wird. Das Anliegen der Chronik ist es dieser Gefahr
entgegenzuwirken und historische Aufklärung zu leisten. Inhaltsverzeichnis (PDF) Leseprobe
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