"Nun sag! Wie hast Du's mit der Religion?" Eine Frage der sich nicht nur Johann Wolfgang von
Goethes Faust sondern auch viele ArbeitnehmerInnen in Deutschland stellen mussten. Doch bleibt
es auch zukünftig dabei oder befindet sich das kirchliche Arbeitsrecht aktuell in einem
weitreichenden nahezu epochalen Umbruch? Um diese Frage beantworten zu können werden im
Rahmen dieser Studie drei wesentliche Aspekte näher beleuchtet. So werden nicht nur
verfassungsrechtliche theologische und europarechtliche Grundlagen des bisher geltenden
kirchlichen Arbeitsrechts in Deutschland vorgestellt und erörtert sondern auch erste bereits
stattgefundene Umbrüche thematisiert. Bei der Beantwortung der Frage nach einem Umbruch
ebenfalls nicht außer Acht zu lassen sind die sich aus der Differenzierung der
höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts des Bundesverfassungsgerichts
des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sowie des Europäischen Gerichtshofs in
Rechtssachen des kirchlichen Individualarbeitsrechts ergebenden Herausforderungen. Den dritten
Aspekt bildet sodann eine gesamtgesellschaftliche Betrachtung zum Thema der
Religionszugehörigkeit sowie der Rolle der katholischen Kirche als Arbeitgeber.