Die Bibel ist politisch relevant weil sie den Glauben an Gott mit der Arbeit für eine gerechte
Weltordnung verbindet. Das Neue Testament bringt einen doppelten Innovationsschub. Die
Verkündigung des Reiches Gottes führt nicht zum Aufbau eines Gottesstaates sondern einer
Kirche die sich vom Staat unterscheidet der Aufbruch zur Völkermission führt nicht zu einer
Sekte sondern einer Weltreligion die ethische Verantwortung in verschiedenen politischen
Systemen übernehmen muss. Die Studie bestimmt das Jesuswort dem Kaiser zu geben was des
Kaisers und Gott zu geben was Gottes ist als Konstruktionspunkt politischer Ethik. Sie
ordnet die neutestamentlichen Stimmen vor dem Hintergrund jüdischer Theologie ein. Sie
rekonstruiert die kulturellen und sozialen Kontexte politischer Theologie in der Antike. Vor
allem bestimmt sie konzeptionell und thematisch die kritische Orientierungsleistung des Neuen
Testaments in den aktuellen Diskursen politischer Ethik über Krieg und Frieden Ökonomie und
Ökologie.