★★★★★
k.A.
15.05.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch ist ein absolutes Meisterwerk und eine fesselnde Darstellung der Napoleon-Saga, die mich von Anfang bis Ende packt. Die historische Tiefe und die spannende Erzählweise machen dieses Werk zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Unterhaltung auf hohem Niveau. Erinnerte mich an die Jugend, als mich C.S. Forrester’s Hornblower so begeisterte. Sicher mit Fiktion verbunden, aber mit gut recherchiertem Hintergrund.
Hier ist er also, der abschließende vierte Band von Simon Scarrows ambitionierter Saga um die Lebensläufe von Napoleon Bonaparte und Arthur Wellesley, und der Leser bekommt genau das, was er erwartet: eine temporeiche Handlung, die trotz der 900 Seiten niemals langweilig wird. Im Gegenteil, wie schon im Vorgängerband wirkt das Geschehen allzu oft gehetzt und man spürt, dass Scarrow bei der Realisierung dieses Mammutprojektes vor allem eines fehlte - der Platz, um diese ereignisreiche Epoche angemessen auszugestalten. Die Geschichte wirkt wie eine Fernsehserie, der die Produzenten eine Staffel zu wenig spendiert haben. Warum, zur Hölle, hat Scarrow keine fünf Bände daraus gemacht?Der Pluspunkt dabei ist, dass es keinerlei Längen gibt. Keine Seite vergeht ohne wichtige Entwicklungen, es gibt kein Herumgelabere, und da endlich auch Arthur richtig Krieg führen darf, ist das Geschehen so abwechslungsreich wie nie. Sofern man auf die militärischen Aspekte der Geschichte steht! Privatleben findet kaum noch statt, Diplomatie nie mehr als hier und da ein paar Sätze lang, und sie steht immer in Diensten des Krieges.Vor allem im ersten Viertel liest sich das Geschehen, als würde Scarrow eine Checkliste abarbeiten. Im weiteren Verlauf macht er aus der Not eine Tugend und konzentriert sich auf die weniger bekannten Schlachten und Gefechte, als seien die anderen schon zur Genüge durchgekaut worden. So wird die Schlacht um Dresden im August 1813 ausführlich dargestellt, Leipzig aber in wenigen Seiten abgehandelt. Der Frühjahrsfeldzug von 1813 fiel zuvor völlig unter den Tisch.Schade, denn über die Völkerschlacht gibt es zwar ordentliche Sachbücher, aber noch keinen wirklich befriedigenden Kriegsroman. Ich wünschte, Bernard Cornwell hätte eine Möglichkeit gefunden, Richard Sharpe auf eine Mission nach Leipzig zu schicken, vielleicht, um die Congreve’schen Raketen zu begleiten, die dort im Einsatz waren. Apropos Sharpe: Scarrow spendiert ihm in diesem Roman einen Cameo-Auftritt als Verbeugung vor seinem Autorenkollegen.Es gibt wieder ein paar ärgerliche sprachliche Ausrutscher, etwa wenn Mauern ständig „Brustwehre“ besitzen, wo es Brustwehren heißen müsste, denn mit Wasserwirtschaft hat das nichts zu tun. Außerdem ist die Mehrzahl völlig unnötig. Eine Mauer hat eine Brustwehr und gut. Und wenn „französische Scharmützler aus den Bäumen stürmen“, frage ich mich, wie sie in die Stämme hineingekommen sind. Wahrscheinlich stürmen sie aber bloß „zwischen den Bäumen hervor“. Na ja, und auf dem Rücken eines Pferdes „braust“ man auch nirgendwo entlang, da wird galoppiert.Unterm Strich hat Scarrow aus seinem großen Stoff vielleicht nicht das Beste, aber doch etwas Gutes gemacht. Die Serie ist ein Füllhorn für Freunde der Napoleonischen Kriege und des Historischen Kriegsromans im Allgemeinen, für alle anderen aber wohl stellenweise etwas verwirrend aufgrund der Menge an Namen und Ereignissen, die auf den Leser hereinprasseln und hier und da nach etwas mehr Ausgestaltung rufen.
Als großer Liebhaber der Sharpe Reihe habe ich auch alle Bücher von Simon Scarrow gelesen, da ich diese Epoche einfach faszinierend finde.Scarrow ist nach wie vor nicht auf dem gleichen schriftstellerischem Niveau wie Cornwell finde ich, jedoch verbessert er sich von Buch zu Buch und dieses Buch gibt die Geschichte rund um Napoleon und Wellington sehr mitreißend wieder. Es gibt kaum Längen und die Beschreibung der Schlachten ist opulent und doch meistens übersichtlich. Alles in Allem ein sehr spannendes Buch - Lustig ist dass Sharpe in dem Buch sogar einen kleinen Cameo Auftritt hat - sehr schöner Fan-Service