Erling Kagge hat seine eigene Biografie des Nordpols verfasst. Es ist eine höchst persönliche
philosophische klimapolitische lehrreiche - und vor allem spannende - Annäherung an den einen
unvergleichlichen Ort. Zum siebten Geburtstag bekam Erling von seinen Eltern einen
Globus. Er drehte ihn drehte und schaute auf Länder und Meere bis sein Blick am obersten
Punkt hängen blieb. Das war inmitten einer blaugrauen Fläche der Nordpol. Konnte man dort
hinreisen? Und wer reiste dort hin? Er las Abenteuerbücher begleitete Thor Heyerdal auf
seinen Expeditionen war auf Skiern mit Fridtjof Nansen unterwegs. Befasste sich mit den
Erzählungen der ersten erfolgreichen Polarreisenden und mit den Berichten über die Ungezählten
die von ihren Expeditionen nicht zurückkehrten. Schließlich wurde er selbst zum
Abenteurer. Am 4. Mai 1990 erreichte er zusammen mit Børge Ousland den Sehnsuchtsort seiner
Kindheit. Nachdem sie 59 Tage lang ihre Schlitten durch Kälte Eis und Schnee gezogen hatten.
War er während der Vorbereitung besessen von der Vorstellung es allen beweisen zu können so
änderte sich am Ziel seine Haltung. Ging es nicht vielmehr um den Weg dorthin? Um die besondere
Beziehung zum Nabel der Welt um das Eis das der fortschreitende Klimawandel rasant zum
Schmelzen bringt? »Die Geschichte des Nordpols ist die Geschichte unseres Verhältnisses zur
Natur« sagt Erling Kagge.