Wann entsteht Mode? Wie wird Mode wahrgenommen wann wird sie akzeptiert oder abgelehnt? Welche
Strukturen und welche Strategien liegen modischen Innovationen zugrunde? Mode erklärt sich
nicht von selbst. Ingrid Loschek gibt anschaulich und kompetent Auskunft. Mode ist worauf sich
eine Gemeinschaft bzw. eine Gruppe der Gesellschaft verständigt hat. Sie ist ein persönliches
ästhetisches Empfinden im Kollektiv. 'Wann ist Mode?' analysiert die ästhetischen Prämissen
die performativen Impulse die sozialen Qualitäten und die wirtschaftlichen Bedingtheiten und
macht diese allgemein verständlich. Innovative Designer gestalten Konzepte experimentieren mit
Formen adaptieren Technik oder lassen sich auf Biomimesis ein. Kurzum sie lassen das
Unfassliche zu. Die Abweichung erzeugt das Original die Norm erzeugt Kopien. Die
Gleichförmigkeit der Produktwelt ist vor allem das Ergebnis ökonomischer Verflechtungen.
Menschen akzeptieren neue Moden um im jeweiligen Gegenwärtigen bedeutsam zu bleiben. Mode
definiert sich über ihre soziale Verbindlichkeit weshalb sie variabel vielschichtig und
unkontinuierlich ist. Die Grundsignifikanz der Mode ist nicht ihr ununterbrochener Wandel
sondern ihre soziale Dynamik von in' und out'. Es ist die Mehrwertigkeit der Kleidung und die
Pluralität der Stile die Mode zeitgemäß macht. Mit Loscheks überaus inhalts- und
faktenreicher Abhandlung liegt erstmals eine Publikation vor die sich aufgrund der sehr klaren
Struktur und Anschaulichkeit vorzüglich als Einstieg in die theoretische Auseinandersetzung mit
Mode eignet. [netzwerk mode textil] Und tatsächlich bietet das Buch plausible gut zu lesende
Theorien die jeder von uns in der Praxis beobachten kann. (.) Das Buch ist sicher für alle
interessant die Mode in Zusammenhängen begreifen wollen und in dem Bewusstsein leben wie sehr
die Regeln der Mode im Unterbewusstsein verankert sind. [Background]