Vineland - Absurdität Widerstand und Popkultur in der Reagan-Ära In Vineland entführt uns
Thomas Pynchon auf eine wilde Reise durch das Kalifornien der 1960er bis 1980er Jahre. Der
Roman beginnt mit einem Sprung durch eine Fensterscheibe und zerbirst danach wie sie in
Myriaden glitzernder Scherben die ein facettenreiches Bild der amerikanischen Gesellschaft
zeichnen. Pynchon verbindet auf meisterhafte Weise Elemente aus Drogentrips
Bürgerrechtsbewegung und Hippie-Kultur mit der politischen Realität der Reagan-Ära. In diesem
Kaleidoskop aus schrägen Figuren und abstrusen Ereignissen spiegeln sich die Widersprüche einer
ganzen Generation zwischen Rebellion und Anpassung wider. Doch am Ende fügen sich die Splitter
auf wunderbare Weise zu einem Ganzen wie Salman Rushdie treffend bemerkt. Vineland ist ein
ebenso unterhaltsamer wie tiefgründiger Roman der in seiner Vielschichtigkeit und satirischen
Schärfe seinesgleichen sucht. 'One Battle After Another' von Thomas Anderson ist inspiriert von
'Vineland'.