Kurz bevor er Selbstmord beging verwandelte Jorge Barón Biza die Katastrophe im Zentrum seines
Lebens in ein literarisches Meisterwerk. In Die Wüste und ihr Samen beschwört er einen
radikalen Formverlust. Dieser Roman führt in eine Sphäre in der Linien Konturen Grenzen
keinen Halt mehr geben und vom Menschsein nichts bleibt als ein Schwindel.Beim Unterschreiben
der Scheidungspapiere schüttet der Vater der Mutter Säure ins Gesicht. Der gemeinsame Sohn ist
anwesend es ist der Moment in dem er zu erzählen beginnt. Von den hilflosen Versuchen der
ersten Minuten den Schaden zu begrenzen von der seltsamen Erleichterung als er erfährt dass
sich der Vater eine Kugel in den Kopf geschossen hat von der Reise an der Seite der Mutter
nach Mailand zu einem Spezialisten von seiner ganz persönlichen Höllenfahrt durch Bars und
Bordelle. Und eben immer immer immer wieder vom Gesicht der Mutter dieser sonderbaren Masse
Fleisch die auseinander ineinander übereinander läuft und in den sonderbarsten Farben
leuchtet ...