Wir sind es gewohnt Menschen nach Geschlecht Rasse Alter oder Intelligenz zu unterscheiden.
Doch ebenso wie die Abgrenzungen des Menschen von der Natur den Tieren dem Göttlichen oder
den Maschinen sind diese Differenzierungen höchst ungewiss. Étienne Balibar kennzeichnet diese
Ungewissheit mit dem Begriff der anthropologischen Differenzen und zeigt dass sich diese nie
eindeutig bestimmen lassen sondern immer wieder institutionell festgeschrieben werden müssen.
Sind sie daher von Gewalt Herrschaft und Kämpfen geprägt? Und wie werden sie im Rassismus
aber auch in emanzipatorischen Politiken wirksam? Können wir uns von ihnen oder durch sie
befreien? Indem er das Unbehagen der menschlichen Gattung freilegt entwirft Balibar eine neue
Philosophie und Anthropologie.