Vaters Meer erzählt von einem Schicksalsschlag der eine ganze Familie trifft von einer
Vater-Sohn-Beziehung die abrupt endet von Migration und Zugehörigkeit. In seinem hochgelobten
Roman zeichnet Deniz Utlu die unerwarteten Wege des Lebens wie der Erinnerung nach.
Yunus ist dreizehn als sein Vater nach zwei Schlaganfällen nahezu vollständig gelähmt ist und
nicht mehr sprechen kann. Nach seinem Tod versucht Yunus sich der Lebensgeschichte seines
Vaters anzunähern: Er ruft Erlebnisse und Gespräche mit ihm aus seiner Kindheit wach und wenn
die Erinnerung Lücken aufweist leuchten in seiner Fantasie Bilder auf die die Leerstellen
füllen. Sie fügen sich zu dem warmherzigen Porträt eines Mannes der mit lauter Stimme lachte
auf Arabisch fluchte der häufig abwesend und leicht reizbar war und der einst aus Mardin nahe
der türkisch-syrischen Grenze nach Istanbul ging den Militärputsch miterlebte und nach
Deutschland kam.