Diese Studie analysiert die ukrainische Erinnerungskultur seit der Unabhängigkeit 1991 im
Hinblick auf die sowjetischen Soldaten die im Zweiten Weltkrieg kämpften. Die zentrale
Fragestellung bezieht sich darauf wie die Geschichte des Zweiten Weltkriegs neu interpretiert
und in ein umfassenderes Narrativ der Ukraine integriert werden kann. Olha Martyniuk richtet
dabei den Fokus auf die lokalen Akteure - Behörden Initiativen sowie kulturelle Institutionen
- und untersucht wie diese zur Darstellung und Wahrnehmung der gefallenen sowjetischen
Soldaten und Veteranen des Zweiten Weltkriegs beitragen. Zu den analysierten Erinnerungsformen
gehören Ausstellungen Denkmäler Straßennamen und Veranstaltungen. Durch die differenzierte
Betrachtung dieser Elemente leistet das Werk einen Beitrag zum Verständnis der ukrainischen
Erinnerungskultur und deren Wandel im Kontext der nationalen Identität.