Göttingen ist ein wissenschaftliches Biotop. Die Stadt war seit der Gründung ihrer Universität
vor nunmehr 275 Jahren immer wieder Lebensmittelpunkt oder zumindest Station herausragender
Wissenschaftler namhafter Politiker und prominenter Aktivisten. Namen wie der Max-Born-Ring
die Felix-Klein-Straße oder das Minna-Specht-Eck erinnern andeutungsweise an solche
Persönlichkeiten. Doch wie verbrachte der Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker
seine Göttinger Jahre? Was verbindet Edmund Husserl den Begründer der Phänomenologie und somit
einen der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts mit dieser Stadt? Was prägte Peter von
Oertzen den programmatischen Vordenker der Sozialdemokratie an diesem Ort? Wo war die
Keimzelle des Internationalistischen Sozialistischen Kampfbundes rund um Leonard Nelson Minna
Specht oder den späteren Göttinger Oberbürgermeister Arthur Levi? Was trieb den bekannten
Studentenaktivisten der 68er-Bewegung Hans-Jürgen Krahl an die hiesige Universität? In diesem
Band erzählen gute zwei Dutzend biographische Essays lebendig und anschaulich über all jene
Historiker Naturwissenschaftler Philosophen Juristen Politiker und Aktivisten die im 20.
Jahrhundert mit Göttingen verbunden waren und die über ihre genuine wissenschaftliche Leistung
hinaus Einfluss auf die politische Kultur unseres Landes nahmen. Entstanden ist so eine
spannende und anregende Sammlung von Göttinger Lebensgeschichten.