Fremde Welt Westberlin - und die Sehnsucht nach der Liebe und dem Leben 'Ich glaube es wird
hohe Zeit dass wir Michael Wildenhain als Chronisten dieser Stadt so nennen wie wir E.L.
Doctorow oder DonDelillo als Chronisten von New York nennen. Das ist für mich wirklich eine
literarische Offenbarung.' Denis Scheck Mit 13 Jahren ist der Junge in diesem Alter: Das Leben
hängt schief in den Angeln der Alltag gerät zum Schwelbrand die erste Liebe überwältigt ihn
und lässt die Tage beben. 1969 steht die Zeit in Westberlin vielerorts noch still und doch
ändert sich für den Jungen alles. Von dieser Zerrissenheit erzählt Michael Wildenhain in seinem
Roman so virtuos und episch wie es nur einer kann der dabei war. Weil der Vater eine neue
Stelle antritt muss auch der Sohn in die Belziger Straße ziehen in eine Atmosphäre der Wut
gegen die ganze Welt. Hier droht die von den Traumata des Krieges geprägte Familie - der
versehrte Vater die gezeichnete Mutter - zu zerfallen dort lockt die Wirklichkeit der Straße
brutal und zärtlich derb und schön die den Jungen in eine Entscheidung von beträchtlicher
Tragweite treibt. Was zählt: die Nähe zu Körschi Bandenchef und bester Boxer der Belziger. Und
Alina die Angebetete die Körschi als sein Eigentum betrachtet und von der der Junge dennoch
nicht lassen kann. Manchmal das erfährt er musst du etwas riskieren selten sogar das Leben.
'Das Ende vom Lied' erzählt von einem Westberlin jenseits der 68er Ereignisse einer Stadt wie
es sie nie wieder geben wird vom unstillbaren Durst nach der ungezähmten Realität und vom
Licht in dem wir träumen.