Die heutige Welt ist von zunehmenden Austauschbeziehungen zwischen Gesellschaften der «alten
Welt» und der «neuen Welt» oder auch «dritten Welt» geprägt für diese Komplexität wird das
Konzept des Tout-Monde - der All-Welt - von Édouard Glissant aufgegriffen. Gibt es einen
Tout-Monde auf der Ebene kommunikativ-sprachlicher und kultureller Beschreibungsmodelle? In
Europa und in den USA sind interdisziplinäre Forschungen zur Interkulturalität entwickelt
worden. Zugleich gibt es Tendenzen ursprünglich an ehemalige Kolonialgesellschaften gebundene
Modelle auch anderswo zur Anwendung zu bringen. Hierfür stehen Konzepte wie Hybridisierung und
Kreolisierung. Dieser Band fragt nach Herkunft Gemeinsamkeiten und Kontrasten dieser Ansätze
sowie nach ihrer Fruchtbarkeit bei der Umsetzung in verschiedenen Disziplinen.