Diese Arbeit verfolgt drei miteinander eng verbundene Ziele: Zum einen soll die Entwicklung und
Ausdifferenzierung der Übersetzungswissenschaft als eigenständige Wissenschaftsdisziplin im
Zeitraum von 1960 bis 2000 im deutschen Sprachraum nachgezeichnet werden. Zum anderen soll die
Abfolge der verschiedenen Übersetzungstheorien in diesem Zeitraum mit der Theorieentwicklung in
den übrigen Wissenschaften korreliert werden. Zu diesem Zweck werden die Übersetzungstheorien
anhand ihrer grundsätzlichen Gemeinsamkeiten zu Paradigmen zusammengefasst. Diese beiden
Teilziele dienen einem übergeordneten Zweck: Das Ergebnis der Untersuchung mündet in der
Darlegung einer integrativen semiotisch und interpretationstheoretisch fundierten Theorie des
Übersetzens.