Der vorliegende Band mit über 600 Briefen unter deren Adressaten sich neben Else
Lasker-Schülers Familie und ihren Verlegern vor allem Künstlerfreunde wie Karl Kraus Karl
Wolfskehl und Franz Marc finden begleitet den Weg der Dichterin aus der bürgerlichen in die
künstlerische Existenz. Die hier zum großen Teil erstmals publizierten Briefe lassen
unmittelbar teilhaben an jenen für sie entscheidenden Jahren in denen sie sich vor allem als
Lyrikerin einen Namen macht und ihr poetisches alter ego Prinz Jussuf von Theben das Licht der
Welt erblickt. Diese autobiographischen Zeugnisse in denen die Grenzen zwischen Leben und
Poesie oft fließend sind erhellen bislang unbekannte oder kaum beachtete biographische werk-
und zeitgeschichtliche Hintergründe.