Dieses Buch geht von einer beunruhigenden Diagnose unserer gegenwärtigen Kultur aus: von der
Feststellung dass der Zeitgeist fast vollständig durch einen radikalen Relativismus und
Pluralismus bestimmt ist. Dieser Hegemonie eines diffusen Postmodernismus will dieses Buch
widersprechen. Um sich der Kritik am herrschenden Paradigma zu versichern vollbringt es
einerseits mit dem Gang durch die europäische Philosophiegeschichte eine umfassende Genealogie
des gegenwärtigen Denkens. Andererseits stellt es dem destruktiven postmodernen Relativismus
den Gedanken einer Wahrheit als Konsens entgegen. Denn es geht nicht um Toleranz nicht um das
Aushalten der Differenzen sondern es geht um Wahrheit und Konsens. Der Relativismus ist nicht
das Ende. Er darf nicht das letzte Wort haben. Es muss weiter gedacht werden.