Sebastian Geßler zeigt exemplarisch am Beispiel der kanadischen Provinz Quebec dass ein
unabhängiger Staat nicht das zwangsläufige Ergebnis von Unabhängigkeitsbestrebungen ist. Dafür
analysiert der Autor die Gründe für den Aufstieg und den Niedergang der Unabhängigkeitsbewegung
in Quebec zwischen 1960 und 2014 und kommt zu dem Schluss dass die Unabhängigkeitsbefürworter
des Parti Québécois zu Opfern ihres eigenen Erfolges wurden. Darüber hinaus kann der Begriff
der Souveränität in einer globalisierten Welt nicht mehr mit Unabhängigkeit gleichgesetzt
werden.