Die Verwendung von Textilien in Büchern und Manuskripten war von der Spätantike bis in die
frühe Neuzeit weit verbreitet. Sie dienten als Verstärkung der Bindung oder als Einband wurden
benutzt um eine kostbare Buchmalerei zu verzieren oder zu schützen. Im Buch verborgende Teile
von Kleidungsstücken oder liturgischen Gewändern dienten der Vermittlung von Heiligkeit.
Gemalte Darstellungen von Textilien wurden mit realen Stoffen kombiniert. Die
interdisziplinären Beiträge des Bandes untersuchen die Nutzung von Textilien in Büchern und
Manuskripten vom praktischen bis zum ornamentalen Einsatz und darüber hinaus. Jeweils
ausgehend von bestimmten Traditionen oder einzelnen Büchern aus Europa Asien und Afrika zeigen
sie wie die lokale Buchproduktion mit den dynamischen globalen Handelsnetzwerken verbunden
war. Forschung zu syrischen armenischen byzantinischen äthiopischen chinesischen
mongolischen islamischen und hebräischen Handschriften von der Spätantike bis zur Frühen
Neuzeit Produktion Handel und Austausch von Büchern in globaler Perspektive Mit Beiträgen aus
Buchgeschichte Textilwissenschaft und Kunstgeschichte Auto*innen: Hagos Abrha Abay Carolina
Almenara-Melis Katherine Beaty Jody Beenk Kalzang Dorjee Bhutia Rachel Bissonnette
Georgios Boudalis Joy Boutrup Aaron M. Butts James Canary Rosemary Crill Eyob Derillo
Sarah Fee Michael Gervers Paul Hepworth River Hobel Bryan C. Keene Hrair Hawk Khatcherian
Sylvie L. Merian Alison Ohta Kristen Pearson Karin Scheper Noam Sienna Thelma K. Thomas
Nancy K. Turner Michelle C. Wang