Von Sofia in die Welt Im Bulgarien der 1980er Jahre wächst Sibylle als uneheliches Kind auf.
Mit ihrer Mutter teilt sie eine kleine Wohnung und den Hass auf das viel zu enge Land. Erst als
Erwachsene gelingt es ihr sich mit ihrer Herkunft zu versöhnen Wie privat ist die eigene
Geschichte? Wie viel kann wie viel darf man von der eigenen Familie erzählen? Und wem gehört
diese Erzählung? Sibylle Reuter nimmt uns in 'Zerbrichmeinnicht' mit in ihre Kindheit nach
Bulgarien. Geprägt von Verzicht und strenger Disziplin reift ihr Wunsch eines Tages die ganze
Welt zu sehen. Von ihrer Familie in Österreich und Deutschland erfährt sie nicht die
Unterstützung die sie sich erhofft hatte. Dennoch findet sie die Kraft sich zu behaupten
eine neue Sprache zu lernen und Sofia zu verlassen. Sibylle Reuter erzählt von der
existenziellen Erfahrung sich von den Eltern zu lösen und die eigene Herkunft neu zu
definieren. Vom Verlust einer Heimat die sich nie wie ein Zuhause angefühlt hat und von der
Sehnsucht nach Ankommen und Geborgenheit. Dieser Roman zeigt wie viel Kraft im Erzählen der
eigenen Geschichte liegen kann.