Im Zeitalter des Hellenismus erhält die Philosophie durch die fast gleichzeitig in Athen
gegründeten Philosophenschulen der Stoiker und der Epikureer neue Impulse. Beide Schulen
entwerfen ein komplettes philosophisches System mit Naturlehre Erkenntnistheorie und Ethik
verfolgen jedoch ganz unterschiedliche Ziele: Während die Stoiker dem Gemeinwesen zugetan sind
und die Bedeutung der Pflicht hervorheben ziehen sich die Epikureer aus der Politik zurück und
stellen die Lust ins Zentrum ihrer Lehre. Angereichert durch Kynismus und Skeptizismus wird die
hellenistische Philosophie in der Folge nicht nur zum primären Gegenstand der philosophischen
Auseinandersetzung bei den Römern und im frühen Christentum sondern ist bis heute ein viel
diskutierter und rezipierter Bereich des abendländischen Denkens.