Die "Jürgen und Maria Elisabeth Rasmus Stiftung" in Hamburg macht die bedeutenden Bestände der
Kunst und des Kunsthandwerks des Stifterpaares der Öffentlichkeit zugänglich. Ein Schwerpunkt
der Sammlung umfasst Gemälde der Weimarer Malerschule die für die Entwicklung der deutschen
Landschaftsmalerei wegweisend war weil hier die aus Frankreich kommende Freilichtmalerei
früher rezipiert wurde als an allen anderen deutschen Kunstakademien. Mit über 100 Gemälden der
Weimarer Malerschule handelt es sich bei der Rasmus Stiftung um eine der umfangreichsten
Sammlungen dieser Art. Mit größeren Werkgruppen sind Maler wie Christian Rohlfs Theodor Hagen
Karl Buchholz Hans Peter Feddersen Paul Riess Carl Arp und Hans Olde vertreten. Einen
eigenen Schwerpunkt setzen die Werke von Paul Baum die wie auch die Sammlung Rasmus insgesamt
die stilistische Entwicklung vom Naturalismus über den Impressionismus zum Pointillismus
dokumentieren. Insgesamt handelt es sich nicht nur um eine kunsthistorische Bewertung der in
der Sammlung vertretenen Gemälde und um neue biografische Fakten zu wichtigen Künstlern am Ende
des 19. Jahrhunderts. Vielmehr bietet das Buch auch eine höchst lebendige Darstellung der Nöte
der hart um ihre Existenz ringenden Künstler ihrer Erfolge und Niederlagen ihrer Streitereien
und Freundschaften und ihrer trotz aller Sorgen ausgelassenen Feste.