Die Fotografin Iris Friedrich (1974) widmet sich der Momentaufnahme gewöhnlichster Objekte. Das
persönliche Umfeld und anonyme urbane Areale werden fotografisch neu präsent. Die Anwesenheit
des Menschen ist dabei selten - und wenn dann überrascht und irritiert er leicht sind
Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Situationen erkennbar.Als spannungsreichen Kontrast
zu den an Stillleben erinnernde Fotografien transferiert Iris Friedrich eine Reihe von ihnen in
die virtuelle Realität. Mit dem Augmented Reality Tool Artivive können einige Abbildungen im
Buch mit dem Smartphone eingescannt werden. Dann erscheinen auf dem Display künstlerische
Bewegtbilder und konzeptuelle Videos die im wahrsten Wortsinne zu einer erweiterten Realität
werden und Fragen danach aufwerfen wie sich Realität Wirklichkeit und Wahrheit in Relation
zum jeweiligen (fotografischen) Abbild davon verhalten.