Chile 1973: Am 11. September putschte General Augusto Pinochet gegen die gewählte Regierung
unter Salvador Allende beendete gewaltsam die Idee eines demokratischen Sozialismus und
regierte das Land fortan durch Terror und Repression. José Giribás Marambio (* 1948 in Santiago
de Chile) begleitete die Ereignisse als Mitglied der Arbeiterbewegung Oppositioneller und
Fotograf. Im Dezember 1973 gelang ihm die Flucht nach Deutschland und in Berlin fand er eine
neue Heimat. Über ein halbes Jahrhundert reiste Giribás immer wieder mit der Kamera nach Chile
und dokumentierte das gesellschaftliche Leben im Spannungsfeld von politischer Unterdrückung
schmerzvoller Erinnerung und den Möglichkeiten demokratischen Aufbegehrens. Die dabei
entstandenen Arbeiten wurden weltweit ausgestellt und in zahlreichen renommierten Magazinen und
Zeitungen publiziert. In Chile. Erinnerungen an mein geschundenes Land liegen sie erstmals
gesammelt und kommentiert vor.