Schon Benedikt von Nursia wusste um den Zusammenhang zwischen Mitmenschlichkeit und
Gottesliebe. Als heilsam hat er dabei die Haltung erfahren: Wenn jeder Mensch Abbild Gottes ist
kann ich in jedem auch Gott erkennen. So gelingt es mit schwierigen Mitmenschen umzugehen und
sie wenn nicht zu lieben so doch zu respektieren und zu akzeptieren. Das Gebot der Nächsten-
und Feindesliebe hat nichts von seiner Aktualität verloren. Wer Christus im Bruder und in der
Schwester sieht wird an den guten Kern in jedem Menschen glauben. Selbst in dem der uns
feindlich begegnet können wir die Sehnsucht nach dem Guten entdecken. Was Benedikt lehrt kann
auch heute helfen die Kluft zwischen Menschen und Nationen zu überbrücken und so den
Grundstein zu einem friedlichen und menschlichen Miteinander zu legen.