Risse sind im Stahlbetonbau nicht nur unvermeidbar sondern gehören zu dieser Bauweise quasi
automatisch dazu stellen sie doch den Übergang der Zugspannungen auf die tragende Bewehrung
dar. Rechnerisch sind Rissbreiten vorhersag- und steuerbar um etwa die Funktionsfähigkeit und
Dichtheit durch Selbstheilung des Bauwerks sicherzustellen. Im Unterschied zu vielen anderen
Veröffentlichungen liegt der Schwerpunkt dieses Buches nicht auf der Rissbreitenberechnung
sondern auf dem richtigen Umgang mit realen Rissen am Bauwerk. Wie aber verhält sich die
rechnerische Rissbreite zu den real am Bauwerk auftretenden Rissen? Gibt es tatsächlich nur
eine »Rissbreite«? Wie messe ich sie im Labor und auf der Baustelle wann werden Risse
inakzeptabel und welche Gefährdungen gehen von ihnen aus? Der Autor zeigt dass hier noch viele
Unklarheiten bestehen und oft »Äpfel mit Birnen« verglichen werden. Anschaulich erläutert er
wovon man eigentlich spricht wenn man sich mit Rissbreiten befasst wie Theorie und Realität
beim Umgang mit Rissen in Betonbauwerken auseinanderklaffen und wie man hier zu einer
einheitlichen Sprache findet. Das Buch dient so dem besseren Verständnis der Rissthematik im
Stahlbetonbau und der Versachlichung in Streitfragen beim Auftreten von Rissen.