»Der Westen hält sich selbst für nüchtern und rational beruft sich auf das Erbe der
europäischen Aufklärung sieht sie verwirklicht in Freiheitsbewegungen und demokratischen
Institutionen - und wundert sich darüber dass die so realisiert geglaubten Werte nun nicht in
aller Welt Anklang finden.« Dass der Westen und mit ihm sein Universalitätsanspruch seine
Grenzen haben zeigt sich vielleicht nirgends so deutlich wie in der Auseinandersetzung mit
China. Helwig Schmidt-Glintzer deutet auf einen Ausweg aus der keineswegs unvermeidlichen
Konfrontation. Der Schlüssel zur Überwindung des Trennenden so argumentiert er liegt in
Ironie und Distanznahme - und hierzu ist China durch seine Schriftkultur besonders disponiert.
Ironie und Wahrheit plädiert für eine Neukonzeption eines wirklich globalen Universalismus.