Ein Zittern der Luft. Die Queen of Soul umarmt John Lennon in einer Bar in Memphis. Ein
Tankstellen-Café im Salzkammergut jetzt zugesperrt. Susan Sontag lebt noch sie arbeitet und
sieht fern in Berlin. Blut für Öl Flüstern im Bett. Trump beim Tauziehen. Die Keller Europas.
Das Reich des Todes in New York. Warum und auf welche Weise rastete Therese von Lisieux aus?
Ein langer Mittag neben dem Typ am Straßenrandtisch in einem Münchener Restaurant. Meine
unglaublichen Tränen auch deine woher? In scharfen Miniaturen erzählt Christoph Narholz von
Epiphanien der Moderne Dystopien Streunereien der Arbeit von Pandemie und Krieg.
Sechsundsiebzig Geschichten sollen es sein sagt er so viele wie die Lufthansa Wide Bodied
Jets in der Pandemie stillgelegt hat. Gerahmt werden sie von Selbstgesprächen des Erzählers
oder besser: Fremdgesprächen des Autors mit sich selbst. Sie fragen agil und lästig in tausend
Richtungen nach. Wie lebt man im reichen Westen was für eine unerhörte Existenzweise ist das
welche Moral hält oder fordert sie?