Wie steht es um die Digitalisierung unseres Gesundheitswesens? Wo zeigen sich spürbare
Fortschritte wo bleibt die Praxis hinter den Erwartungen zurück? Antworten liefert der
E-Health Monitor 2025 von McKinsey & Company. Bereits zum fünften Mal seit der Erstausgabe 2020
misst der aktuelle E-Health Monitor anhand von rund 30 Indikatoren den digitalen Fortschritt
unseres Gesundheitssystems - von der Verbreitung zentraler Anwendungen wie ePA und E-Rezept bis
zur Nutzung von DiGA Videosprechstunden und den Effekten für Patientinnen und Patienten. Die
aktuelle Ausgabe zeigt: Die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens hat 2025 einen
entscheidenden Schritt nach vorn gemacht. Mit der verpflichtenden Einführung der elektronischen
Patientenakte im Opt-out-Modell und des E-Rezepts sind digitale Anwendungen erstmals
flächendeckend in der Versorgung angekommen. Parallel beginnt die Umstellung der
Telematikinfrastruktur auf eine cloudbasierte Architektur (TI 2.0) und erstmals wurden
verbindliche Interoperabilitätsstandards eingeführt die den sektorenübergreifenden
Datenaustausch regeln. Damit ist regulatorisch ein Meilenstein erreicht: E-Rezept ePA
digitale Gesundheitsanwendungen und neue Erstattungsregeln haben die Basis für eine digitale
Gesundheitsversorgung gelegt. Doch die Frage bleibt ob diese Grundlagen in der Praxis bereits
wirken. Der E-Health Monitor 2025 liefert ein gemischtes Bild: Die Weichen sind gestellt die
digitale Versorgung nimmt Fahrt auf - doch bleiben technische Stabilität und Nutzung hinter den
Erwartungen zurück. Das zeigt sich in allen zentralen Handlungsfeldern - von den rasant
steigenden Rezeptzahlen über die zunehmende Verordnung von DiGA bis zu den Herausforderungen
bei der Nutzung der ePA und dem Ausbau der Videosprechstunden. Neben den McKinsey-Analysen
tragen auch diesmal zahlreiche Gastbeiträge dazu bei ein umfassendes Bild von E-Health in
Deutschland zu zeichnen u.a. aktuelle Einsichten und Perspektiven von E-Health-Anbietern und
-Nutzern Forschenden und Ärzteschaft.