Obwohl New York im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung als führende Kunstkapitale ernsthafte Konkurrenz von westeuropäischen und asiatischen Kunstmetropolen erhalten hat, ist es nach wie vor eines der international wichtigsten Kunstzentren - und das von einer fast magischen Aura umweht.Besonders auf dem Gebiet der Malerei ist es immer noch der führende „Kunst-Ort“. Dies verdeutlicht die Ausstellung „New York Painting“ im Kunstmuseum Bonn vom 14. Mai bis zum 30. August 2015. Im Hirmer Verlag ist der reich illustrierte und zweisprachige (dt./eng.) Katalog zu dieser bemerkenswerten Ausstellung erschienen. Zunächst beleuchtet der Herausgeber Christoph Schreier in einer Einleitung die „Malerei als Bildkunst - New Yorker Malerei im 21. Jahrhundert“. Im Anschluss setzt sich der amerikanische Kunsthistoriker Richard Shiff mit den unterschiedlichen „Optiken“ von Künstlern und Kriti-kern auseinander.Im Katalogteil werden dann elf zeitgenössische New Yorker Künstler vorgestellt: Joe Bradley, Matt Connors, Elizabeth Cooper, Jeff Elrod, Amy Feldman, Ross Iannatti, Eddie Martinez, Ruth Root, Ryan Sullivan, Ned Vena und Antek Walczak. Alle haben ihre eigene künstlerische Sprache gefunden, vom farbensprühenden Gemälde bis zur Monochromie der Farbfeldmalerei. Teilweise werden unterschiedliche Materialien verwendet oder man greift zu anderen Medien wie Foto, Film, Video oder Computer.Durchgängig werden die elf beteiligten Künstler mit einer Kurzbiografie (incl. Ausgewählter Bibliografie) und acht ganzseitigen Farbabbildungen ihrer Werke vorgestellt. Fazit: Ein informativer Katalog zu einer ambitionierten Ausstellung.