Im deutschsprachigen Raum lassen sich (wenn auch zunächst zögerliche) inklusionsorientierte
Weiterentwicklungen an Hochschulen feststellen. Diese zielen vordergründig auf eine
Diversifizierung von Studierenden ab und sind meist an Offenlegungen von beispielsweise
Beeinträchtigungen gekoppelt. Eine Strömung die sich verstärkt auf eine Pluralisierung von
Lehrendenperspektiven konzentriert lässt sich in zunehmenden Projekten im Kontext von
sogenannter Partizipativer Lehre erkennen. Diese sind mit dem Ziel verbunden insbesondere dem
bisher weitgehend ¿vergessenen¿ Personenkreis von Menschen mit Lernschwierigkeiten
Zugangsmöglichkeiten zur Wissensvermittlung an Hochschulen zu ermöglichen. Eine Zunahme solcher
Projekte ist jedoch bisher nicht mit einer umfassenden (macht-)kritischen Reflexion verbunden.
So widmet sich diese Dissertation diesem Desiderat.