Liselotte wird 1930 in Hausach im Kinzigtal in einen Bäckerhaushalt hineingeboren. Sie
entwickelt sich aus schwächlichen Anfängen zu einem Wildfang der in der Fürsorge des Vaters
einen sicheren Rückhalt findet. Der Blick der Heranwachsenden zeigt uns die dörfliche Welt der
Handwerker und Bauern der Knechte und Mägde ihre Prägung durch den Katholizismus und die
allmähliche Aufweichung der dörflichen Gemeinschaft durch den Nationalsozialismus. Denn auch im
Bäckerhaus fordert die NS-Politik ihre Opfer: Erste Konflikte mit dem Vater brechen auf. Ein
tausendjähriges Reich zerfällt auf den Trümmern erblüht Liselottes Freundschaft mit der
Tochter eines französischen Besatzungsoffiziers. Die Abnabelung vom Elternhaus gipfelt im
Zerwürfnis mit dem Vater das bis ins hohe Alter Spuren hinterlässt.