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5/5 (1 Bewertungen)
★★★★★ Volker M. 12.09.2023 amazon.de
Ernst Haas, geboren 1921 in Wien, emigrierte 1950 auf Einladung von Robert Capa in die USA, wo er seine künstlerische Heimat fand. Er ist ein Pionier der Farbfotografie, nicht in dem Sinne, dass er zu den frühen Adepten gehörte, sondern dass er die Möglichkeiten der analogen Farbfotografie sowohl technisch als auch künstlerisch auslotete. Haas wurde Vizepräsident der Fotografenvereinigung Magnum, später auch ihr Präsident, aber diese Position behielt er nicht lange. Er war ein überaus unabhängiger Geist, der zwar mit Werbefotografie seinen Lebensunterhalt bestritt (und durch sie auch weltberühmt wurde), sich in diesem Metier aber nie wohlfühlte. Zwänge waren ihm ein Gräuel, vor allem aber ließ er sich nicht in ein künstlerisches Korsett stecken. Jedem Werbeauftrag drückte er seinen Stempel auf, der von den Vorstellungen seiner Auftraggeber immer ein wenig abwich.Haas‘ Herz schlug für den Wilden Westen, mit seinen Landschaften und Menschen. Nicht zufällig ist er der Erfinder des „Marlboro Man“, dessen unverwechselbare Ästhetik die Werbefotografie bis heute beeinflusst, auch wenn Zigarettenwerbung mittlerweile verboten ist. Aber die romantisierende Sicht auf den harten Alltag der Cowboys und die naturverbundene Lebensweise der Native Indians ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Haas war auch Set Photographer bei verschiedenen Filmproduktionen und die Arbeiten bei „Little Big Man“ nutze er gleichsam als Zeitreise ins 19. Jahrhundert, indem er die sehr realistischen Kostüme und Kulissen wie eine historische Dokumentation inszenierte. Wenn man die Bilder in „The American West“ betrachtet, die alle zwischen den frühen 50ern und etwa 1970 entstanden, dann sind sie durchzogen von der Sehnsucht nach einer vergangenen Zeit, mit einsamen Landschaften, ursprünglichen Lebensweisen und, wenn die Fotos reportagehafte Elemente enthalten, mit einer Kritik der Dominanz westlicher Werte und westlichen Konsums. Haas mochte die werbliche Vermarktung traditionellen Indianerlebens überhaupt nicht, auch wenn er indirekt dazu beitrug.Die Fotos zeichnen sich durch eine geradezu virtuose Verwendung des analogen Farbfilms aus. Haas verschmolz mit seiner Kamera, die er so perfekt beherrschte, dass er Kontraste, Bildaufbau und Belichtungszeiten genau so einsetzte, um das Bild zu schaffen, das ihm innerlich vorschwebte. Das für den Titel verwendete Foto ist geradezu exemplarisch in seiner durch Wischeffekte gesteigerten Dynamik bei gleichzeitig perfekter Belichtung bis in die Details. Natürlich hat er auch klassische Landschaftsaufnahmen gemacht, aber auch diese zeichnen sich durch ein feines Gespür für Strukturen, Farben und Kontraste aus. Was Ansel Adams für den s/w-Film, ist Ernst Haas für den Farbfilm.Ernst Haas war ein Dokumentar des „Wilden“ Westens, den er idealisierte und feierte, aber seine Fotos differenzieren dennoch zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Gelebt hätte Ernst Haas sicher gerne im 19. Jahrhundert, seine Augen aber hatte er ganz im 20..(Dieses Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)
Auto-Tuning & -Styling EAN 9783791388250

Lowe, Paul: Ernst Haas: The American West

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Produktfakten auf einen Blick zur EAN 9783791388250

EAN
9783791388250
Hersteller-Artikelnr.
874374
Kategorie
Auto-Tuning & -Styling

Produktbeschreibung

This collection of striking color images from the American West is both a moving national portrait as well as a celebration of analog color photography from an undisputed genius of the form. The photographer behind Life magazine's first ever all-color photographic essay, Ernst Haas made-and captured-history as an early adapter of Kodachrome film. The Austrian-born artist had already established himself as a black and white photographer when he moved to America in 1951. But as a member of the renowned Magnum agency, he transformed the genre with his color-saturated images, the perfe
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