Anhand von vier Fallstudien analysiert die Studie Innovationen und Transformationen von
ikonografischen Motiven im 11. und 12. Jahrhundert. einer durch die einschneidenden
Umwälzungen der Kirchenreform geprägten Zeit. Die Einzeluntersuchungen widmen sich dem
Apostelfürsten Petrus als erstem Inhaber der sedes apostolica Clemens I. als unmittelbarem
Nachfolger Petri sowie Silvester I. (314-335) den Papst der "Konstantinischen Wende". Gerade
das Motiv der Drachenbindung Silvesters hat ab dem 11. Jahrhundert Konjunktur und avanciert zum
Sinnbild der umfassenden Binde- und Lösegewalt des Papstes. Abschließend stehen die heute
verlorene Ausstattung des Nikolausoratoriums im ehem. Lateranpalast sowie die Apsis von S.
Maria in Trastevere im Vergleich gegenüber: Beide Programme setzen rezente Inhaber des
römischen Bischofsthrons auf sehr eigenwillige Weise als Heilige ins Bild.