Nicola Vicentino beschreibt 1555 detailliert Tasteninstrumente mit mindestens 31 Tonstufen pro
Oktave von ihm Archicembalo bzw. Arciorgano genannt mit dessen Hilfe eine «perfekte Musik»
aufzuführen ist. Rekonstruktionen eines solchen Cembalos und Orgelpositivs entwickelte das
Forschungsprojekt Studio31 an der Hochschule für Musik Basel und der Schola Cantorum
Basiliensis auf das dieser Band zurückgeht. Die Instrumente orientieren sich an Vorlagen aus
dem 16. und frühen 17. Jahrhundert zusätzlich sind sie mit einer digitalen Schnittstelle und
einer Selbstspiel-Technik ausgerüstet. Damit erschliessen sie musikpraktisch ein bis heute
weitgehend unbeachtetes Repertoire und bereichern gleichzeitig das Instrumentarium für
zeitgenössische Musik um mikrotonale Tasteninstrumente. Entsprechend dokumentiert der Band
nicht nur das Forschungsprojekt Studio31 sondern interessiert sich auch für vieltönige und
mikrotonale Stimmungssysteme und Anwendungen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert.