Alles, was ich bisher nachgekocht habe, war lecker und gut nachzuvollziehen. Unser absoluter Favorit sind die vegetarischen Königsberger Klopse mit einer Soße, ich die ich mich reinlegen könnte. Sehr schönes Buch, das meine Kochbuchsammlung hervorragend ergänzt.
Das Buch "Geniale Getreideküche" von Eva Gründemann und Kai Okrafka ist im Verlag Eugen Ulmer erschienen (14.09.2017) und umfasst 192 Seiten, die vollgespickt sind mit Basiswissen und Hintergundinformationen zum Getreide und wie es seinen Weg in unsere Küchen gefunden hat, Portraits von einzelnen Getreide- und Pseudogetreidesorten und wie sie Verwendung finden und Rezepten - angefangen bei Grundrezepten, über Frühstücksideen, leichte Mahlzeiten & Snacks, Hautgerichte und bis hin zum Thema Süßes. Das Buch endet schließlich mit einem Serviceteil, indem man u.a. Nährwerttabellen findet.Ich finde das Buch bietet wirklich eine Vielzahl von Inforamtionen und erklärt gut und viel zum Thema Getreide und Pseudogetreide.Auch findet man hier viele tolle Rezeptideen oder vielleicht auch Anregungen für das eigene Ess- und Kochverhalten.Auf dem Cover findet man den Zusatz "vegetarisch und vollwertig genießen mit Dinkel, Quinoa & Co." und das ist es auch, was man im Buch findet.Für meinen Geschmack als "Teilzeitkörneresser" ist es an manchen Stellen nicht wirklich alltagstauglich, was ich absolut nicht negativ meine. Es ist nur so, dass wir nicht jeden Tag Getreide kochen oder uns konsequent vollwertig ernähren und deshalb würden bei uns viele angebrochene Packungen herum stehen, wenn ich alles testen wollen würde. Von vielen Zutaten braucht man auch nur geringe Mengen pro Rezept und wenn es dann nicht öfter gekocht wird, steht der Rest vom Teffmehl z.B. im Schrank und gerät irgendwann in Vergessenheit. Und leider bekomme ich in unserem wirklich gut sortierten Supermarkt mit einer großen Bio-Abteilung bei Weitem nicht alle Zutaten, die ich bräuchte.Für Jemanden, der sich komplett vegetarisch/vegan oder vollwertig ernähren möchte, ist es bestimmt ein tolles Buch. Es zeigt nämlich, dass man ohne Probleme auf die diversen und meiner Meinung nach überflüssigen "Fleischersatzprodukte" gut verzichten kann. Beispiel aus den Rezepten: Grünkernklopse Königsberger Art - warum sollte man dann noch vegetarisches Hackfleisch kaufen, in dem sich häufig Geschmacksverstärker, Zucker, Salz und Fette (häufig Palmöl, das aus mehreren Gründen bedenklich ist) zu Hauf verstecken, damit es überhaupt nach etwas schmeckt.Mein Fazit: das Buch ist sehr informativ und lehrreich, es stehen leckere Rezepte drin, aber es ist teilweise sehr "speziell", wodurch es mir persönlich schwer fällt die Gerichte in den regelmäßigen Essensplan bei uns einzubinden. Aber von Zeit zu Zeit wird das eine oder andere Gericht auch auf unserem Tisch auftauchen.