★★★★★
k.A.
02.07.2026
ean-shopping.de
Das Buch bietet einen interessanten Einblick in die Geschichte der Antike, ist aber für einen tieferen wissenschaftlichen Anspruch etwas zu kurz.
★★★★★
k.A.
02.07.2026
ean-shopping.de
Dieses Buch bietet eine sehr interessante und kompakte Einführung in die Geschichte der Antike, auch wenn man an einigen Stellen mehr Detailwissen hätte wünscht.
Ich gebe noch drei Punkte wegen der Detailfülle, bin aber eigentlich enttäuscht. Den Anspruch auf dem Einband, die kulturellen Verflechtungen und schon in alter Zeit existierenden Handelsbeziehungen der Alten Welt herauszuarbeiten, erfüllt das Buch nicht.Es legt den Schwerpunkt sehr deutlich auf den östlichen Mittelmeerraum. Afrika außerhalb Ägyptens wird fast gar nicht erwähnt, Indien in den meisten Kapiteln auch nur kurz am Rande. Während gefühlt jeder auch nur zwei Jahrzehnte existierende Zwergstaat in Mesopotamien besprochen wird, erfährt man für China selten, wann wo große Städte entstanden, und gar nicht, wo Seehandelswege starteten. Der Autor sagt zwar, für China sei die Quellenlage über die Frühzeit besser als im Westen, von Gesellschaft bis Kanalbau, aber geht da nicht groß drauf ein.Der Autor konzentriert sich ganz klassisch auf die Taten von Herrschern, die Reiche ausdehnten. Auch die Ausbreitung bestimmter Schriftsprachen beschreibt er, was ja wichtig ist beim Thema Globalisierung. (In Europa und Vorderasien. In China irgendwie kein Thema.) Dass man schon in keltischen Häuptlingsgräbern Textilien aus Seide gefunden hat, oder dass früh die Banane von Asien über Ost- nach Westafrika kam, erscheint versteckt als Randbemerkung. Dass irgendwann vor der Zerstörung Pompejis Zitrusfrüchte aus China ihren Weg nach Rom gefunden hatten, dass umgekehrt der Weinanbau von Kleinasien her China erreichte, dass in Afrika südlich der Sahara Metallhandwerk aus Nordafrika (Ägypten und vielleicht auch Karthago) übernommen wurde - alles nicht erwähnt. Auch die erste Afrika-Umsegelung einer karthagischen Expedition im Auftrag von Pharao Necho hätte man erwähnen können. Reis und Zucker aus Indien waren römischen Autoren bekannt. Wurde Reis auch in dieser Zeit schon im römischen Einflussgebiet angebaut? Scheint nicht zu interessieren. Soweit ich weiß fand das Huhn erst in historischer Zeit seinen Weg von Indien nach Europa; seit wann es in China bekannt ist weiß ich nicht. Dieses Buch sagt zu solchen für das Alltagsleben vieler Menschen wichtigen Dingen leider kaum etwas. Klar, wenn man über Italien und China und Gemeinsamkeiten schreibt, warum sollte man da auch an Eiernudeln denken?Dromedare wurden erst in historischer Zeit außerhalb der arabischen Halbinsel für den Karawanenhandel eingesetzt; wird auch nicht erwähnt. Von der Seidenstraße des Meeres erfährt man gerade mal, dass es sie gab.Apropos: Viel mehr Karten wären sehr hilfreich gewesen.Wenn man an Globalisierung und Zusammenhänge denkt, sollten die Völker Zentralasiens an der Seidenstraße als kulturelle Mittler eigentlich so gut wie möglich beschrieben werden. Dazu sagt der Autor aber wenig. Die Yuezhi waren Nomaden, sprachen wahrscheinlich Tocharisch und flohen vor den Xiongnu nach Baktrien. Aha. Muss wohl reichen. Wen interessieren schon die Ausbreitung des Schuppenpanzers oder der Teppichknüpferei?Ich hätte mir auch mehr zu einzelnen Reisenden gewünscht. Etwa zu der römischen Gesandtschaft, die tatsächlich China erreichte. Zu dem Griechen aus Massilia, der nach Thule gefahren sein will. Zu buddhistischen Predigern aus Indien in Richtung Nordosten, oder dem chinesischen Mönch, der in Indien studierte. Sie werden bestenfalls erwähnt.Zu alledem ist das Buch weitgehend Bleiwüste mit einigen wenigen Karten, auf denen aber die Karawanenwege nicht eingezeichnet sind. Für die voneinander beeinflussten Kunststile gibt es wenige, für die Schriften keine Bildbeispiele.Für mich erfüllt dieses Buch seinen eigenen Anspruch nicht.