Dieses Buch hilft, Zeiten zu verstehen, die schwer vorstellbar sind, weil wir doch irgendwie dazu neigen, alles mit unseren Wertmaßstäben zu bewerten. Wie sich diese Wertmaßstäbe herausgebildet haben über die Jahrhunderte, wird hier einleuchtend bildreich und auch kenntnisreich erzählt. Eine gute Gesprächsgrundlage für Abende am Kamin. Dieses Werk ist zu empfehlen.
Zum Inhalt des Buches selbst gibt esschon genug andere Rezensionen; Anmerken möchte ich jedoch, dass sich die Aussagen des Buches immer wieder wiederholen, irgendwann überfliegt man nur mehr die Zeilen da schon wieder eine inhaltliche Wiederholung auftritt; Für mich erweckt das Buch den Eindruck, dass hier einfach ein paar Manuskripte zusammengelegt wurden, ohne die einzelnen Kapitel aufeinander abzustimmen - was auch die langweiligen Wiederholungen erklären würde. Im Vorwort verweist der Autor auf sein Buch "Alte Gerichtsbarkeit" aus 1980, dessen Inhalte nun aktualisiert und auf aktuellen Stand gebracht in "Folter, Pranger, Scheiterhaufen" dank neuer drucktechnischer Möglichkeiten gut bebildert neu aufgelegt werden konnten. Vielleicht hätte das neue Buch einem Lektor vorgelegt werden sollen, dieser hätte hier einiges verbessern und vor allem die zahlreichen Rechtschreib- bzw. Tippfehler eliminieren können.Weshalb der Buchstabe "R" immer mit Abstand zum nachfolgenden Text steht, da dem "R" ein langgezogener Bodentrich folgt, ist mir nicht ganz ersichtlich - dies stört jedenfalls empfindlich beim Lesen, spätestens ab der 10. Seite.Positiv hervorzuheben sind die vielen farbigen Abbildungen, auch wenn ab und an bei Verweisen im Fliesstext nicht erkennbar ist, auf welche der auf den nächsten Seiten folgenden Abbildungen sich der Autor bezieht.Wer sich über die Vorstellungen vom Leben im Mittelalter ein Bild machen möchte, dem sei folgendes Buch ans Herz gelegt, indem auch auf das Thema "Folter, Pranger, Scheiterhaufen" eingegangen wird: