Wer wir sind - können wir dies je wissen? Wie gehen wir miteinander um was schulden wir
einander was tun wir einander an? Ein ganzes Leben kann in Auseinandersetzung mit diesen
Fragen vergehen. Die Geschichte von Anni N. die in diesem Buch vorgestellt wird ist auch eine
Geschichte ihrer Verflochtenheit mit der Welt den Geschehnissen Personen Dingen und
Institutionen. Denn es gibt keine Geschichte über einen einzelnen Menschen weil wir unter den
Augen der Anderen existieren und selbst ein lebendiges Verhältnis sind. Das Buch zeigt den
Versuch auf eine ältere Frau in einem Wohnheim Anni N. zu verstehen sich zu verständigen
und einander zu begleiten. Es geht um Antwortverhältnisse die wir sind in denen wir leben und
die wir mitgestalten. Die hier beschriebene Lebensgeschichte von Frau Anni N. wird gerahmt
durch ethische (Levinas) und philosophische (Merleau-Ponty) Reflexionen im Zusammenhang mit
Behinderung und Nicht_Behinderung.