Die Konfrontation mit dem Tod hat den Menschen immer wieder herausgefordert. In der Zeit des
Barock entstanden zahlreiche Texte die mahnen den Tod zu bedenken oder die konkret dazu
anleiten sich auf das eigene Sterben vorzubereiten. In den Briefen dieser Zeit lassen sich
aber auch andere Töne finden. So nutzt man im Barock den Brief auch um den Tod eines geliebten
Menschen zu betrauern Trost zu spenden Ängste mitzuteilen oder gar den eigenen Todeswunsch
auszusprechen. Hier suchen die Verfasserinnen und Verfasser einen eigenen Umgang mit dem Tod.
Christian Wiebe erkundet wie Briefe aus dem Barock von rhetorischer Formung einerseits und
einer Praxis der Subjektivierung andererseits geprägt sind. Einzelstudien widmet er den Briefen
von Johann Christian Günther Elisabeth Charlotte d¿Orléans Catharina Regina von Greiffenberg
Sigmund von Birken Daniel Czepko und Sibylla Schwarz.