Immanuel Kant gilt als einer der wichtigsten Denker der europäischen Aufklärung der mit seinen
drei Kritiken (Kritik der reinen Vernunft Kritik der praktischen Vernunft Kritik der
Urteilskraft) den Diskurs der Aufklärung und die Philosophie des 20. und 21. Jahrhunderts
entscheidend mitbestimmte. Taumel der Vernunft geht andere Wege rückt das Spannungsverhältnis
von Vernunft und Wahsinn in den Fokus rekonstruiert Kants Sicht auf die Gegenwelten
menschlicher Rationalität in Schriften der vorkritischen (Beobachtungen über das Gefühl des
Schönen und Erhabenen Versuch über die Krankheiten des Kopfes Träume eines Geisterssehers
erläutert durch Träume der Metaphysik) und kritischen Periode (Der Streit der Fakultäten
Anthropologie in pragmatischer Hinsicht). Das Buch stellt Kants Blicke auf Schattenwelten der
Rationalität im Kontext der Aufklärung dar kontrastiert die philosophischen Reflexionen des
Königsberger Philosophen mit drei Pathographien des 18. Jahrhunderts (J.M.R. Lenz J. Boswell
A. Bernd) und den Realitäten des Königsberger ¿Narrenhospitals¿. Berücksichtigt werden außerdem
literarische und psychiatrische Diskurse des 18. Jahrhunderts. Interessierte Leser finden im
Anhang des Buchs bibliographische Nachträge und Ergänzungen die zu weiterer Lektüre anregen.