Pandemia spirit: Auf der Spur der Toten und der Lebenden jener Zeit weltumspannender
Todeskämpfe wachsen Fragen in den Himmel. Was dachte man als die Krankheit zuschlug? Wie
lauteten die täglichen Berichte in Rundfunk Fernsehen und sozialen Netzwerken? Wie kehrte sich
das Leben um? Was geschah von Krise zu Krise als das Sterben hartnäckig unsichtbar blieb? Das
Verbotene in neuen Spitzen gewalttätiger Proteste treibt die Menschen zur Ekstase. Die
Namenlosigkeit endloser Totenbegräbnisse gefangene Vereinzelung in den Wirren der Pandemie
erdrücken das Gefühl der Freiheit. Panik vor Lebensverlust als Fasching und Fußballspiele
ausfallen breitet sich aus. Das Dasein wirft abrupt den Lockruf ins Hoffende von sich sobald
die Unterhaltungsroutine zusammenbricht. Protesteuphorie und hedonistische Wut mischen sich in
die Angst vor wirtschaftlichem Niedergang. Als der Erzähler einen Suizidversuch überwindet
begegnet ihm überraschend in diesem klaffenden Inferno inmitten der Alltagsgewalt eine neue
Realität: Die Kunst und die Entdeckung des Malers Miklós Szamoshi. Künstlerschicksale entfalten
im Ablauf der Erzählung ihre Tragik. Das Kunstwerk öffnet lichtende Teilhabe an Mysterien der
menschlichen Erfahrung. Plötzlich wird auch diese Brücke umzingelt und droht einzustürzen als
der blutige Schatten eines neuen Krieges anhebt der mitten im Massentod der Krankheit
ausbricht als sei alles nur Krieg: das treibende Menschenwerk.