Welches Bild machen sich Menschen von der Region Ruhrgebiet und wie manifestiert sich dies in
Bildern? Welche Rolle spielt dabei der anhaltende Strukturwandel gegenüber neuen Vorstellungen
des Ruhrgebiets etwa als urban-hippe Metropole oder als grüne Freizeitregion? Am Beispiel der
Plattform Instagram liefert die Studie Antworten auf diese Fragen. Denn soziale Medien sind
wichtige Arenen für die Aushandlung regionaler und lokaler Identitäten: So finden sich auch auf
Instagram zahlreiche Visualisierungen des Ruhrgebiets "nach der Kohle". Die Studie zeigt wie
sich zivilgesellschaftliche administrativ-institutionelle und ökonomische Akteur:innen zur
Aufwertung der Region zusammenfinden und welche neuen Vorstellungsbilder diese Gruppen
ko-produzieren. Die ethnografische Forschung macht deutlich wie bestimmte
ästhetisch-kulturelle Codierungen regionaler Neuentwürfe konsensfähig werden und wie - trotz
der partizipativen Auslegung der Plattform - bestimmte Gruppen und Identitäten bevorzugt
werden.